IGAL-Mitglieder besuchten Stadtarchiv Hohenems

Ein Ziel der IGAL ist, alle Mitgliedern über die verschiedenen Methoden und Hilfsmittel für die Familienforschung zu informieren. Am letzten Dienstag besuchten 14 Mitglieder das Stadtarchiv Hohenems.

Das Aaron Tänzer Archiv reicht bis zum Jahre 1913. Aron Tänzer, geboren 1871 in Pressburg, studierte in Berlin und Bern Philosophie, Germanistik und semitische Philologie. 1896 zog Dr. Tänzer nach Hohenems. Das Sammeln und die Weitergabe von Wissen prägten sein Leben und Wirken. In Hohenems fanden diese Eigenschaften ihren Ausdruck in einem Buch über die jüdische Gemeinde und in der Schaffung einer Archivordnung. Dieses handschriftliche Archiv-Register ist die Grundlage des heutigen Hohenemser Stadtarchivs.

Weite Einblicke in die Lebenswelt geben die erhalten gebliebenen Tagebücher und Briefe, in denen er über seine Arbeit, seine Kinder, deren moralisch-menschliche und berufliche Entwicklung berichtet. Das historische Archiv und das Aktenlager geht bis 1990. Das ehemalige Palastarchiv ist heute im Landesarchiv untergebracht.

Nach diesem umfassenden Überblick über das archivierte Material durch Hans Schöpf und Gernot Gebhardt konnten wir zwei Prunkstücke sehen. Es war das erste in Hohenems gedruckte Buch im Original. Es ist die Emser Chronik von dem aus Langenargen stammenden Bartholomäus Schnell d. Ä. Er hat 1616 in der Grafschaft Hohenems die erste Druckerei in Betrieb genommen.

Die Emser Chronik wird mehrfach als das schönste je in Vorarlberg gedruckte Buch bezeichnet.

Das Nibelungenlied ist als prunkvolles Faksimile vorhanden. Es werden in erster Linie Urkunden von Hohenems und kaum personenbezogene Daten archiviert. Trotzdem konnte uns Gernot Gebhard einige hervorragend ausgearbeitete und prunkvoll ausgestattete Familienstammbäume von bekannten Persönlichkeiten zeigen.

Das Archiv ist für gewöhnlich einmal in der Woche am Dienstag zugänglich. Es empfiehlt sich eine rechtzeitige vorherige Anmeldung beim Kulturamt. Nach kurzen Dankesworten durch den Obmann klang die Besichtigung in gemütlicher Runde im Restaurant-Cafe Maximilian aus.

Kontakt:

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A-6890 Lustenau,
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