IGAL Mitglied Anton Benzer hat die Emser Chronik aus dem Jahr 1616 vollständig eingescannt und in PDF-Form auf eine CD gebrannt. Diese ist bei im IGAL Shop bestellbar.
Wir können diese Lektüre nicht nur wegen dem informativen Text, den wunderschönen Abbildungen und der ersten Karte Vorarlbergs empfehlen, sondern auch wegen der Sprache und Schrift, die mehr Ähnlichkeiten mit der neuen als mit der alten Rechtschreibung hat.
Danke, Anton!

Die "Emser Chronik" des Jahres 1616 ist das erste in Vorarlberg gedruckte Buch und zugleich, wie die Fachleute bestätiggen, hinsichtlich seiner buchkünsterischen Gestaltung die heimischen Besitzungen regierende Graf Kaspar und der Salzburger Erzbischof Marcus Sitticus, haben keine Kosten gescheut, mit diesem Buch ihr Haus zu verherrlichen, das sich damals auf dem Höhepunkt seiner Macht befand.
Der emsische Hofschreiber und Hofhistoriograph Johann Georg Schleh aus Rottweil, der Verfasser der "Emser Chronik", gab sich die größte Mühe, darin den Nachweis zu erbringen, dass die Emserr das erste und älteste Adelsgeschlecht in Rätien darstellen, das bereits in vorchristlicher Zeit aus der Toskanma hierher ausgewandert und beim Adel seit Jarhhunderten in höchstem Ansehen gestanden ist.
Das Vorhaben der Emser ist es damals gewesen, ihre Stammlande mit den habsburgischen Teilen Vorarlbergs zu einem eigenen Fürstentum zu vereinen. Ein Ziel, das auch durch eine Karte - es ist die älteste Karte, die das ganze Land erfasst - veranschaulicht wird.
Die "Emser Chronik" ist damit ein wichtiges Zeugnis der Voralberger Landesgeschichte, die dazu mit seinen zahlreichen Illustrationen, den herrlichen Wappen, Tierdarstellungen und Städteansichten den heutigen Lesern immer noch so anzusprechen vermag, wie den Leser des frühen 17. Jahrhunderts.
Die "Emser Chronik" gehört zu jenen Vorarlberger alten Drucken, die ungeheuer selten geworden und preislich kaum noch erschwingbar sind.